Wenn man boot.fs im ASCII-Modus herunterlädt (Standardeinstellung bei
Netscape und dem DOS-FTP-Client), werden automatisch alle newline-Steuerzeichen
(Wagenrücklauf) zu newline UND carriage return-Steuerzeichen (Zeilenvorschub)
umgewandelt, wodurch die Datei nutzlos und eben zu groß wird.
Daher sollten Sie, wenn sie einen Windows-FTP-Client benutzen, durch Eingeben von 'bin' in den Binär-Modus wechseln.
Eventuell kann es für Sie einfacher sein, die Datei boot.fs.gz
herunterzuladen und diese mittels gunzip/winzip entpacken.
Im BIOS muss in diesem Fall eine Plattengeometrie von 1024/16/63 angegeben sein. Wenn die Bootpartition innerhalb der ersten 540MB liegt, kann NetBSD booten und die komplette Festplatte verwenden.
NetBSD benutzt das PC-BIOS, um seinen Bootloader zu initialisieren. Daher müssen sich NetBSD und das BIOS über die Laufwerksgeometrie der zu bootenden Partion einig sein.
Das in PCs und auf SCSI-Karten eingesetzte BIOS kommt allerdings nur mit beschränkt großen Zahlen für die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren klar (siehe Tabelle).
Da die wahre Laufwerksgeometrie der meisten Laufwerke mit diesen Beschränkungen nicht vereinbar ist, muss das BIOS diese Daten 'übersetzen'. Wenn eine Festplatte einen gültigen DOS-MBR hat, wird man dort die "BIOS geometry" finden, also die 'übersetzte' Laufwerksgeometrie. NetBSD wird diese Daten dann während der Systeminstallation verwenden.
Leider wird NetBSD auf einer leeren Festplatte oder bei einem fehlerhaften MBR eine falsche "BIOS geometry" erhalten. Daher muss in diesen Fall der Benutzer die "BIOS geometry" manuell angeben.
Eine Möglichkeit, an diese Daten zu kommen ist pfdisk:
pfdisk 0'
(0 ist HDD1, 1 HDD2, etc.) aus.
list' ein.
(Für das BIOS wird daher eine Festplatte nie größer als 8GB sein können).
NetBSD unterstützt eine Menge verschiedener Dateisysteme (siehe fstab(5.i386)), darunter auch Microsoft's FAT, FAT32 und NTFS4. NTFS5 (NT4 SP4, NT5) wird momentan (noch) nicht unterstützt. Lange Dateinamen werden sowohl für FAT als auch für NTFS unterstützt.
Um auf ein anderes Dateisystem zugreifen zu können,
benötigt man ein korrektes "disklabel", dass
dem System sagt, wo auf der Festplatte es die Daten finden kann.
Mit einem korrekten "disklabel" können Sie
dann die Partition unter NetBSD "mount"en.
Erstellung des
disklabel
Welche Festplatte beinhaltet das Dateisystem?
Wenn Sie nur ein IDE oder SCSI-Laufwerk besitzen, so ist es
wd0 bzw sd0. Bei
mehreren Laufwerken können Sie dmesg |
less benutzen, um den korrekten Namen
herauszufinden.
Welche Grösse und welche Position (offset)?
Nutzen Sie fdisk(8), um die Grösse und Position der Partitionen herauszufinden. Beispiel:
NetBSD disklabel disk geometry:
cylinders: 16938 heads: 15 sectors/track: 63 (945 sectors/cylinder)
BIOS disk geometry:
cylinders: 1023 heads: 240 sectors/track: 63 (15120 sectors/cylinder)
Partition table:
0: sysid 7 (OS/2 HPFS or NTFS or QNX2 or Advanced UNIX)
start 63, size 3190257 (1557 MB), flag 0x80
beg: cylinder 0, head 1, sector 1
end: cylinder 210, head 239, sector 63
1: sysid 169 (NetBSD)
start 3193155, size 4096575 (2000 MB), flag 0x0
beg: cylinder 211, head 45, sector 1
end: cylinder 482, head 29, sector 63
2: sysid 6 (Primary 'big' DOS, 16-bit FAT (> 32MB))
start 7302960, size 4596480 (2244 MB), flag 0x0
beg: cylinder 483, head 0, sector 1
end: cylinder 786, head 239, sector 63
3: sysid 15 (Ext. partition - LBA)
start 11899440, size 4097520 (2000 MB), flag 0x0
beg: cylinder 787, head 0, sector 1
end: cylinder 1023, head 239, sector 63
Dieses Beispiel stammt von einer Festplatte mit 4 Partitionen:
Windows NT 4.0 NTFS4 Partition
NetBSD ffs Partition
MS-DOS FAT Partition
Windows 2000 NTFS5 innerhalb einer "extended" Partition
Geben Sie "disklabel <DISKNAME>" ein
Falls die Festplatte nur eine MS-DOS-Partition enthält, wird ein 'fake' disklabel, das den Eintrag dieser Partion enthält, erstellt.
Beispiel:
# disklabel wd0
physical disk information
8 partitions: # size offset fstype [fsize bsize cpg] a: 410130 3193155 4.2BSD 1024 8192 16 # (Cyl. 3379 - 3812) b: 409185 3603285 swap # (Cyl. 3813 - 4245) c: 4096575 3193155 unused 0 0 # (Cyl. 3379 - 7713) d: 16006410 0 unused 0 0 # (Cyl. 0 - 16937) e: 3274425 4012470 4.2BSD 2048 16384 32 # (Cyl. 4246 - 7710)
Falls die benötigten Dateisysteme bereits definiert sind (z. B. MSDOS) können Sie gleich zum Abschnitt mounten gehen.
Wenn Sie dies tun, bevor die NetBSD Installation abgeschlossen ist, so ist es wahrscheinlich eine gute Idee, mbrlabel(8) für die Erstellung eines temporären in-core disklabels, welches alle fdisk Partitionen der Festplatte beschreibt, zu nutzen.
Der disklabel-Editor
Sollten Sie einen anderen Editor als vi bevorzugen, geben Sie setenv EDITOR <YOUR_EDITOR> (z. B. setenv EDITOR pico) ein.
Bearbeitung des Disklabels durch "disklabel -e
<DISKNAME>"
Scrollen Sie die Liste bis zum Ende runter und tragen Sie die neuen Partitionen ein.
Hierfür benötigen Sie zwei Dinge:
Fügen Sie einen neue Zeile ein. Für NTFS beispielsweise:
<PARTITION>: <SIZE> <OFFSET> NTFS
Dies könnte so aussehen (fsize, bsize und cpg freilassen):
f: 3190257 63 NTFS
Nun noch eine Zeile für MSDOS:
<PARTITION>: <SIZE> <OFFSET> MSDOS
Dies ergäbe dann:
g: 4596480 7302960 MSDOS
Achtung: NetBSD/i386 unterstützt momentan lediglich maximal acht Partitionen pro Festplatte ('a' - 'h'), und die Zeile 'number of partitions' direkt über der Partitionstabelle sollte grösser oder gleich der Zahl der definierten Partitionen sein.
Speichern und Überprüfen des Disklabels
Verlassen Sie den Editor, geben Sie "disklabel
<DISKNAME>" ein und bestätigen Sie, dass
Ihre neue Partition sichtbar ist.
Jede Partion hat einen Eintrag in /dev, der dem Schema '/dev/ Plattenname Partionsbuchstabe' folgt. In obigem Beispiel wäre das dann /dev/wd0f und /dev/wd0g.
Mountpoints für die Partitionen einrichten:
"mkdir <MOUNTPOINT>", z. B.: "mkdir
/msdos" und "mkdir /nt4".
Die Dateisysteme mounten:
"mount -t <TYPE> <DEVICE>
<MOUNTPOINT>", z. B.: "mount -t msdos
/dev/wd0g /msdos" und "mount -t ntfs /dev/wd0f
/nt4".
Überprüfen ob alles in Ordnung ist:
"ls <MOUNTPOINT>", z. B.: "ls
/msdos" und "ls /nt4".
Die Dateisysteme beim Booten automatisch mounten:
Falls NetBSD die Dateisysteme automatisch mounten soll, können Sie dies durch einen Eintrag in /etc/fstab erreichen:
<DEVICE> <MOUNTPOINT> msdos rw
<DEVICE> <MOUNTPOINT> ntfs rw
In unserem Beispiel sähe das dann so aus:
/dev/wd0g /msdos msdos rw
/dev/wd0f /nt4 ntfs rw
Hier nehmen wir an, dass die Festplatte bereits partioniert ist und die beiden Systeme installiert sind. Um das zu bootende System auszuwählen, verwenden wir den OSBS Bootmanager.
Falls die Festplatte oder Partion grösser als 8GB sein sollte oder NetBSD mehr als 2GB hinter dem Anfang der Ferstplatte installiert werden sollte, wäre das NetBSD NetBSD Bootmenü einen Blick wert.
Zuerst laden Sie den OSBS Bootmanager von /pub/NetBSD/NetBSD-1.5.2/i386/utilities/osbsbeta.exe herunter.
Entpacken Sie den OSBS. Speichern Sie osbsbeta.exe und führen Sie die Datei aus. Die extrahierte Datei ist dann 'OS-BS\OSBS20B8.EXE'.
Führen Sie 'OS-BS\OSBS20B8.EXE' aus
Wählen Sie 'Install' -> 'Boot
menu'
Drücken Sie 'INSERT' für jede
Partion, die hinzugefügt werden soll.
Danach drücken Sie 'ESCAPE'. Sie
können dann auswählen, welches Betriebssystem Sie
per default booten wollen, wie lange gewartet werden soll
(10 Sekunden ist ein guter Ausgangswert), und ob die Start
ID zur Boot-Zeit geändert werden soll (normalerweise
nicht).
Speichern Sie das Boot Menü und verlassen Sie das Programm.
Wenn Sie von einer Diskette gebootet haben, nehmen Sie diese aus dem Laufwerk.
Nun sollten Sie mit dem Boot Menu begrüßt werden, wenn die Maschine bootet.
Unter NetBSD >1.4 können Sie allerdings auch das NetBSD Bootmenü benutzen:
Führen Sie 'fdisk -i -c
/usr/mdec/mbr_bootsel' aus, um das Boot Menü zu
installieren
Führen Sie 'fdisk -B' aus, um das
Menü danach zu konfigurieren (Achtung: dieser Schritt
muss ausgeführt werden!)
Siehe auch fdisk(8).
Um NetBSD mit den NT4 Bootmanager zu booten brauchen Sie den
512KB-grossen Bootlock (nbsdX.bb, URL weiter
unten), und einen Eintrag in der boot.ini:
[boot loader] default=c:\nbsd0.bb [operating systems] c:\nbsd0.bb="NetBSD (harddisk 0)" c:\nbsd1.bb="NetBSD (harddisk 1)" c:\nbsd2.bb="NetBSD (harddisk 2)"
Wenn z. B. NetBSD auf der zweiten Festplatte (wd1) installiert ist, laden Sie nbsd1.bb herunter und fügen Sie es dem NT Boot Menü wie oben veranschaulicht, zu.
Die Bootblocks können auch mit folgendem Befehl im Single User Mode selber erstellt werden:
dd if=/dev/rXXYa of=nbsdY.bb count=1 bs=512
wobei XX der Laufwerkstyp (z. B.: wd) und Y die Laufwerksnummer (z. B.: 0) ist.
Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie NetBSD nicht auf der ersten Festplatte haben, Sie den Bootblock selber neu kompilieren und installieren müssen, bevor Sie obigen Befehl eingeben können. Für die Neukompilation benötigt es einiger kleinerer Änderungen in /usr/src/sys/arch/i386/boot.
Wenn eine bereits existierende Installation von DOS/Windows Ihre gesamte Festplatte einnimmt, so können Sie, sofern auf der Platte noch Platz ist, die DOS/Windows Partition verkleinern und NetBSD in einer zweiten Partition installieren.
Dazu müssen Sie die folgen Schritte ausführen:
Alle Daten der Partition mit defrag an den Anfang verschieben.
Die Grösse der Partition mit FIPS verändern. Fips kann von der FIPS-Site bezogen werden. Bitte lesen Sie die Dokumentation aufmerksam.
Installation eines Bootloaders wie oben beschrieben.
Installation von NetBSD
Seit 1.3.3 benutzt NetBSD als Partitions-ID standardmässig 169 statt 165. Dies geschah um einen Konflikt mit FreeBSD aus dem Weg zu gehen. NetBSD kann immer noch von einer Partition mit der ID 165 booten, wird dabei aber Warnungen ausgeben. Um die Partitions-ID von 165 zu 169 zu ändern, folgen Sie diesen Schritten:
Stellen Sie sicher, dass Sie eine bootbare Diskette/CD haben!
Dies ist
bloss für den Fall, das etwas schief läuft. Um
das installierte System von der Diskette zu booten,
drücken Sie 'Space' während des Countdown und
geben Sie 'boot
hd0:' ein.
Stellen Sie sicher, dass Sie Bootblocks haben, die die neue Partitions-ID verstehen
Falls das System neuer als 1.3.3 ist, sollte sysinst sich bereits darum gekümmert haben. Ansonsten geben Sie folgenden Befehl ein:
'/usr/mdec/installboot
biosboot.sym /dev/r{DISK}a'.
Sollte der Kernel nicht 'options INSECURE'
eingeschaltet haben, müssen Sie in den Single User
Mode booten:
'shutdown
now'
Drücken Sie ENTER sobald nach einer Shell gefragt wird
'fsck -p'
'mount -vat
ffs'
'cd /usr/mdec ;
./installboot biosboot.sym
/dev/r{DISK}a'
Dabei ist {DISK} = wd0 für die erste IDE
Festplatte, sd0 für die erste SCSI
Festplatte, usw.
Die Partitions-ID ändern
Geben Sie 'fdisk
{DISK}' ein. Eine Partition wird wie
folgt angezeigt:
X: sysid 165 (FreeBSD or 386BSD or old NetBSD)
wobei X 0, 1, 2, oder höchstwahrscheinlich 3 ist.
Geben Sie nun 'fdisk -u -X
{DISK}' ein, und folgenden Sie den
Anweisungen:
ENTER
bei: Do you want to change our idea of what BIOS
thinks? [n]
y
ENTER bei: Do you want to
change it? [n]
169
ENTER bei: Supply a decimal
value for "sysid" [165]
ENTER
bei: Supply a decimal value for "start"
[......]
ENTER
bei: Supply a decimal value for "size"
[.......]
ENTER
bei: Explicitly specify beg/end address?
[n]
y
ENTER bei: Is this entry
okay? [n]
y
ENTER bei: Should we write
new partition table? [n]
Rebooten Sie, um sicherzustellen, dass alles funktioniert.
Sollten Sie irgendwelche Probleme haben, so können Sie die Bootdiskette nutzen, um alle Werte zurückzusetzen.
Sie sollten beruhigt sein; in Zukunft wird es wohl nicht mehr nötig sein, dass NetBSD diese Partitions-ID ändert.
LI" aus
und bleibt dann stehen (zurück)
Hier ist der LILO schuld. Um das Problem zu beheben, führen Sie die folgenden Schritte aus:
Run /bin/sh' aus dem Utility menu auswählen.fdisk -if' ein
Stellen Sie sicher, dass "himem.sys" nicht versehentlich geladen
wurde. Überprüfen Sie ausserdem auch die Datei
"config.sys"!
Eine Windows 9x CD ist eine gute Möglichkeit um unter Windows ME einen (echten) DOS-Prompt zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich eine Bootdiskette, was aber leider bei einigen modernen Laptops gar nicht mehr möglich ist. Während des Bootens können Sie, wenn Sie gefragt werden ob Sie mit oder ohne CDROM-Support starten wollen, Shift+F5 drücken und somit verhindern, dass irgendwelche Treiber wie z. B. "himem.sys" (siehe oben) geladen werden. Nun haben Sie Zugriff auf C:\ und können die dortliegenden Tools, wie dosboot.com benutzen, um einen Kernel zu laden.
Auf IBM AT's und dessen Nachfolgern (also auch jeder PC auf den NetBSD laufen könnte) ist der IRQ 2 auf den IRQ 9 gemapped. Karten, die IRQ 2 benutzen, sollten bei der Kernelkonfiguration angewiesen werden IRQ 9 zu benutzen.
ne1: device time out' (zurück)
Alte ISA-Karten benutzen eine spezifische Addresse und einen spezifischen IRQ. NetBSD kann die Addresse ermitteln, kennt aber keinen sicheren Weg um an den IRQ zu kommen. Deshalb gibt es in der Autokonfigurationstabelle eine Liste der häufigste Werte. Wenn die Addresse, nicht aber der IRQ stimmt, wird das Device "timeouten", wenn es angesprochen wird. Dies betrifft nur ISA; PCI, EISA und ISA-PnP sind nicht betroffen.
Wenn Sie dieses Problem haben, gibt es drei Möglichkeiten:
Ändern Sie die Einstellungen der Karte zu denen, die der Kernel erkennt (sys/arch/i386/conf/GENERIC). Dazu können Sie die Jumper oder ein DOS Programm benutzen, welches normalerweise mit der Karte geliefert wird.
Kompilieren Sie einen neuen Kernel, der die Karten-spezifischen Einstellungen besitzt.
Kaufen Sie eine andere Karte - In einen PCI-Netzwerk kann eine alte ISA-Karte ohnehin zu Leistungsverlusten führen. Eine PCI-Karte, wie die fxp(4) ((Intel etherexpress-pro), oder die tlp(4) (Tulip oder Klon) werden empfohlen.
Ändern Sie die Kernel-Einstellungen manuell mit ddb(4).
Booten Sie den Kernel mit '-d' (Leertaste
drücken, bevor der Countdown
runtergezählt hat und dann boot netbsd -d
eingeben.
Geben Sie x/xla
loc,100 ein. Notieren Sie die
Offsets der Felder mit 0x280. Es
gibt drei ISA Netzwerkkarten im GENERIC Kernel
mit dieser Addresse.
Ändern Sie die Addresse so, dass sie auf die
Karte passt: w/l
loc+<offset> <address>.
Ändern Sie die IRQs so, dass sie auf die Karte
passt: w/l
loc+<offset>+0x10 <irq>.
Weiter booten.
uhci0: couldn't map
interrupt' (zurück)
Dies liegt eventuell daran, dass für USB ein Interrupt allokiert wurde. Dies kann im BIOS abgestellt werden, wahrscheinlich unter "PNP & PCI Setup". Falls es aktiviert ist, wird normalerweise der "Serial Controller" mit einen zugewiesenen IRQ aufgeführt bevor NetBSD bootet.
WARNING: CYRIX 486DLC CACHE
UNCHANGED'? (zurück)
Diese Ausgabe zeigt an, dass der Kernel einen Cyrix486DLC gefunden hat und da sich der Kernel nicht sicher ist, ob es auf diesen System sicher ist, den Cyrix 'Special Cache' benutzen, ihn einfach nicht benutzt. Dies betrifft eigentlich nur Cyrix 386/486 hybrid Upgrades für 386er Mainboards und sollte auf echten 486er (oder neuer) nicht vorkommen.
Viele 386er Motherboards und CPUs waren noch nicht in der Lage, den Cache richtig zu verwalten, was dazu führte, dass dieser bei jedem 'Bus hold', den irgendein Bus-Gerät auslöste, gelöscht wurde. Dies ist natürlich negativ für die Systemleistung.
Es gibt hierfür zwei Kerneloptionen:
options
CYRIX_CACHE_WORKS
Dies aktiviert den CPU-Cache. Allerdings wird dieser im Falle eines externen 'Bus Holds' auch wieder geleert. Schneller als ein 386, aber noch immer langsamer als ein echter 486. Sollte auf den meisten Boards funktionieren.
options
CYRIX_CACHE_REALLY_WORKS
Dies sollte nur auf Motherboards gewählt werden, die speziell für den 486DLC/486DRX entworfen wurden. Hier funktioniert das Caching wie auf 'echten' 486ern.
Wird beides weggelassen, so wird die Einstellung verwendet, die das BIOS vorschlägt. Dies ist in der Regel die sicherste Einstellung, die somit auf jeden Fall geht, aber Performanceverluste mit sich bringt. Im Falle eines echten 486DLC/486DRX-Mainboards oder eines DLC/DRX-fähigen BIOS können Sie so automatisch einige Leistungsverbesserungen erhalten.
Hier lohnt es sich ein wenig zu experimentieren und mehrere Kernel zu versuchen. Falls das BIOS die Option nicht unterstützt, sollte das System recht schnell zum Stehen kommen. In diesem Fall sollten Sie einen GENERIC Kernel booten und einen weniger 'aggressiven' Kernel kompilieren. (Stellen Sie aber sicher, dass Sie nicht den alten Kernel überschreiben - diesen benötigen Sie für den Fall, dass Ihr neuer Kernel nicht funktioniert!)
Für NetBSD-1.3.3 gibt es 3 Zeilen, die man der Kernel Konfiguration für das Thinkpad 560 (und wohl auch ein paar andere) hinzufügen muss:
options PCIC_ISA_INTR_ALLOC_MASK=0x71ff options PCIC_ISA_ALLOC_IOBASE=0x2a0 options PCIC_ISA_ALLOC_IOSIZE=0x060
Allen D. Ball <ball@impression-technology.com> berichtete ebenfalls, dass folgendes auf seinen Thinkpad 560E funktionierte:
options PCIC_ISA_INTR_ALLOC_MASK=0x0e10 options PCIC_ISA_ALLOC_IOBASE=0x400 options PCIC_ISA_ALLOC_IOSIZE=0xbff
Für 1.3 müssen Sie die sb Zeile
umändern, damit IRQ 7 anstelle des irq
5 benutzt wird.
sb0 at isa? port 0x220 irq 7 drq 1 drq2 5
Sollten Sie APM benutzen, so könnte PR port-i386/6279 für Sie von Interesse sein.
Wenigstens eine Person hat das Problem, dass ihre Video Karte vom Kernel nicht korrekt erkannt wurde. Genauergesagt geht der Monitor nach "setting tty flags" in den Energiesparmodus. Dies liegt daran, dass manche Grafikkarten den gleichen I/O Memory benutzen, wie COM4 unter DOS. Deshalb ist COM3 ( was COM4 unter DOS entspricht ) im NetBSD GENERIC Kernel deaktiviert.
Sollte ein PCMCIA Modem scheinbar nicht funktionieren, so stellen Sie sicher, dass Sie den com(4) Device im Hardware Flow Control Modus benutzt. Viele PCMCIA Modems funktionieren nur im Hardware Flow Control Modus.
Falls die options INSECURE im Kernel nicht
aktiviert ist, verbietet NetBSD den direkten Zugriff auf
/dev/mem. Sollten Sie eine Grafikkarte benutzen, welche
linearen Speicherzugriff benutzt oder davon profitiert, so
sollten Sie den Aperture Treiber xsrc/xc/programs/Xserver/hw/xfree86/etc/apNetBSD.shar
installieren. Dies erlaubt es dem X Server, den VGA
Framebuffer direkt anzupsprechen, selbst wenn der Kernel
Sicherheitslevel > 0 ist. Sie sollten in diesem Fall ein
neues Verzeichnis erstellen, apNetBSD.shar dorthin kopieren
und dort sh apNetBSD.shar ausführen um sich
so die Dokumentation durchlesen zu können.
Bis NetBSD 1.3.3 hatte der NetBSD/i386 GENERIC Kernel keine Unterstützung für PS/2 Mäuse. Um PS/2 Unterstützung einzubauen, müssen Sie selber einen Kernel erstellen. Folgen Sie den Anweisungen und im Schritt 4, wenn Sie <MYCONF> bearbeiten, suchen Sie nach der Zeile:
#pms0 at pckbd? irq 12
entfernen Sie die beginnende Raute ('#') und fahren Sie mit dem Build des Kernels fort.
Während des Bootvorgangs sollten Sie nun eine Zeile der From 'pms0 at pc0' oder 'pms0 at vt0' sehen.
Bei der Konfiguration von Xfree86 sollten sie nun 'wsmouse' Mouse Device und das 'wsmouse' Protokoll wählen.
Netscape läuft unter NetBSD/i386 durch Binär-Emulation.
Mozilla wurde auf NetBSD portiert, da hier der Source Code
bekanntlich frei ist. Vorkompilierte Packages gibt es durch
die pkgsrc
Paketsammlung (unter www/www/mozilla).
Die beiden einfachsten Wege Netscape Navigator (als
Stand-Alone Browser) oder Netscape Communicator unter
NetBSD/i386 zu benutzten sind die BSDi Binär-Emulation
oder Linux Binär-Emulation. Für die BSDi
Emulation wird nur die Unterstützung hierfür im
Kernel benötigt (welche im GENERIC Kernel
enthalten ist). Für Linux Emulation benötigt man
zusätzlich einige Linux Libraries (siehe
compat_linux(8)). Die Linux versionen sind durch die
Paketsammlung pkgsrc
erhältlich; wenn Sie www/www/navigator oder
www/www/communicator installieren werden die
notwendigen Packages automatisch die /emul/linux Umgebung
einrichten (oder Sie können "make install"
in emulators/emulators/suse_linux
ausführen).
Sollten Sie Plug-Ins nutzen wollen, die lediglich in Binärform vorliegen (wie z. B. Macromedia Flash), so benötigen Sie die Linux Version vom Navigator / Communicator.
Wir nehmen an, dass Sie bereits ein NetBSD/i386 System installiert haben. Des
Weiteren sollten Sie wissen, wie Sie einen
Kernel erstellen. Die folgenden Anweisungen gelten
für die 1.4 (oder neuere) Familie der NetBSD Releases,
Quake
II v3.20, und das NetBSD Package
Set namens suse_* v6.4 in emulators.
Andere (besonders neuere) Versionen werden wahrscheinlich ebenfalls funktionieren.
Ein paar Worte der Warnung bevor wir anfangen:
Bevor Sie hier weitermachen, sollten Sie auf jeden Fall die Anweisungen, die mit Quake II geliefert wurden, aufmerksam durchlesen.
/bin/sh setup aus
Tips und Trouble Shooting.
Einige PC Systeme werden nur gemeinsam mit Microsoft Windows verkauft. Hier bezahlen Sie nicht nur für die Hardware, sondern auch noch für die Windows Lizenz. Wenn Sie Windows überhaupt nicht nutzen, so haben Sie ein Anrecht auf eine Kostenrückerstattung von Microsoft. Weitere Informationen hierzu gibt es in diesem Wired Artikel, und vom Windows Refund Center der Linux Mall.
Die beste Lösung wäre es allerdings einen Händler zu suchen (und somit zu unterstützen), der Systeme auch ohne Windows verkauft.
Sehen Sie in das KGDB HOWTO.
XFree86 Documentation - bei Problemen beim Installieren oder Konfigurieren von X.
NetBSD 1.5.2 install notes - unterstützte Hardware und Installationsanweisungen.
The NetBSD ELF FAQ. Seit NetBSD 1.5 benutzt der i386 port ELF statt a.out.
The wscons Documentation. NetBSD's plattform-unabhängiger 'workstation console driver'.
port-i386 mail list - Falls Sie weitere Hilfe benötigen - nehmen Sie teil.
Netbooting NetBSD/i386 - Von Disketten oder Dos Partitionen booten.
General NetBSD Documentation - für Fragen, die sich nicht nur auf NetBSD/i386 beziehen.
Luke Mewburn's guide on choosing i386 hardware for *BSD
Toshiba's machine/OS compatibility database, including NetBSD.