NetBSD/i386 Frequently Asked Questions

Partionen und Bootsektoren

Spezielle Hardwareprobleme

Probleme mit dem X Window System

Andere NetBSD/i386 FAQs

Weitere Informationsquellen


Partionen und Bootsektoren

Das Bootimage passt auf keine Diskette (zurück)

Wenn man boot.fs im ASCII-Modus herunterlädt (Standardeinstellung bei Netscape und dem DOS-FTP-Client), werden automatisch alle newline-Steuerzeichen (Wagenrücklauf) zu newline UND carriage return-Steuerzeichen (Zeilenvorschub) umgewandelt, wodurch die Datei nutzlos und eben zu groß wird.

Daher sollten Sie, wenn sie einen Windows-FTP-Client benutzen, durch Eingeben von 'bin' in den Binär-Modus wechseln.

Eventuell kann es für Sie einfacher sein, die Datei boot.fs.gz herunterzuladen und diese mittels gunzip/winzip entpacken.

"Große" Festplatten auf Systemem mit einen auf 540MB limitierten BIOS benutzen (zurück)

Im BIOS muss in diesem Fall eine Plattengeometrie von 1024/16/63 angegeben sein. Wenn die Bootpartition innerhalb der ersten 540MB liegt, kann NetBSD booten und die komplette Festplatte verwenden.

Wie man die "korrekte" Laufwerksgeometrie erhält (zurück)

NetBSD benutzt das PC-BIOS, um seinen Bootloader zu initialisieren. Daher müssen sich NetBSD und das BIOS über die Laufwerksgeometrie der zu bootenden Partion einig sein.

Das in PCs und auf SCSI-Karten eingesetzte BIOS kommt allerdings nur mit beschränkt großen Zahlen für die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren klar (siehe Tabelle).

Da die wahre Laufwerksgeometrie der meisten Laufwerke mit diesen Beschränkungen nicht vereinbar ist, muss das BIOS diese Daten 'übersetzen'. Wenn eine Festplatte einen gültigen DOS-MBR hat, wird man dort die "BIOS geometry" finden, also die 'übersetzte' Laufwerksgeometrie. NetBSD wird diese Daten dann während der Systeminstallation verwenden.

Leider wird NetBSD auf einer leeren Festplatte oder bei einem fehlerhaften MBR eine falsche "BIOS geometry" erhalten. Daher muss in diesen Fall der Benutzer die "BIOS geometry" manuell angeben.

Eine Möglichkeit, an diese Daten zu kommen ist pfdisk:

  1. Laden Sie sich pfdisk von ftp.NetBSD.org oder einem Mirror herunter.
  2. Führen Sie 'pfdisk 0' (0 ist HDD1, 1 HDD2, etc.) aus.
  3. Geben Sie 'list' ein.
  4. Notieren Sie sich die Geometrie, rebooten Sie und benutzen Sie diese für NetBSD.

BIOS-Begrenzungen

Tabelle 1.

Parameter Bits Höchstmöglicher Wert
Zylinder 10 1023
Köpfe 8 255
Sektoren pro Spur 6 63

(Für das BIOS wird daher eine Festplatte nie größer als 8GB sein können).

Auf Windows/DOS-Partitionen zugreifen (zurück)

NetBSD unterstützt eine Menge verschiedener Dateisysteme (siehe fstab(5.i386)), darunter auch Microsoft's FAT, FAT32 und NTFS4. NTFS5 (NT4 SP4, NT5) wird momentan (noch) nicht unterstützt. Lange Dateinamen werden sowohl für FAT als auch für NTFS unterstützt.

Um auf ein anderes Dateisystem zugreifen zu können, benötigt man ein korrektes "disklabel", dass dem System sagt, wo auf der Festplatte es die Daten finden kann. Mit einem korrekten "disklabel" können Sie dann die Partition unter NetBSD "mount"en.

Erstellung des disklabel

  1. Welche Festplatte beinhaltet das Dateisystem?

    Wenn Sie nur ein IDE oder SCSI-Laufwerk besitzen, so ist es wd0 bzw sd0. Bei mehreren Laufwerken können Sie dmesg | less benutzen, um den korrekten Namen herauszufinden.

  2. Welche Grösse und welche Position (offset)?

    Nutzen Sie fdisk(8), um die Grösse und Position der Partitionen herauszufinden. Beispiel:

    NetBSD disklabel disk geometry:
    cylinders: 16938 heads: 15 sectors/track: 63 (945 sectors/cylinder)
    
    BIOS disk geometry:
    cylinders: 1023 heads: 240 sectors/track: 63 (15120 sectors/cylinder)
    
    Partition table:
    0: sysid 7 (OS/2 HPFS or NTFS or QNX2 or Advanced UNIX)
        start 63, size 3190257 (1557 MB), flag 0x80
            beg: cylinder    0, head   1, sector  1
            end: cylinder  210, head 239, sector 63
    1: sysid 169 (NetBSD)
        start 3193155, size 4096575 (2000 MB), flag 0x0
            beg: cylinder  211, head  45, sector  1
            end: cylinder  482, head  29, sector 63
    2: sysid 6 (Primary 'big' DOS, 16-bit FAT (> 32MB))
        start 7302960, size 4596480 (2244 MB), flag 0x0
            beg: cylinder  483, head   0, sector  1
            end: cylinder  786, head 239, sector 63
    3: sysid 15 (Ext. partition - LBA)
        start 11899440, size 4097520 (2000 MB), flag 0x0
            beg: cylinder  787, head   0, sector  1
            end: cylinder 1023, head 239, sector 63 

    Dieses Beispiel stammt von einer Festplatte mit 4 Partitionen:

    1. Windows NT 4.0 NTFS4 Partition

    2. NetBSD ffs Partition

    3. MS-DOS FAT Partition

    4. Windows 2000 NTFS5 innerhalb einer "extended" Partition

  3. Geben Sie "disklabel <DISKNAME>" ein

    Falls die Festplatte nur eine MS-DOS-Partition enthält, wird ein 'fake' disklabel, das den Eintrag dieser Partion enthält, erstellt.

    Beispiel:

     # disklabel wd0 

    physical disk information

    8 partitions:
    #        size   offset     fstype   [fsize bsize   cpg]
      a:   410130  3193155     4.2BSD     1024  8192    16   # (Cyl. 3379 - 3812)
      b:   409185  3603285       swap                        # (Cyl. 3813 - 4245)
      c:  4096575  3193155     unused        0     0         # (Cyl. 3379 - 7713)
      d: 16006410        0     unused        0     0         # (Cyl.    0 - 16937)
      e:  3274425  4012470     4.2BSD     2048 16384    32   # (Cyl. 4246 - 7710) 

    Falls die benötigten Dateisysteme bereits definiert sind (z. B. MSDOS) können Sie gleich zum Abschnitt mounten gehen.

    Wenn Sie dies tun, bevor die NetBSD Installation abgeschlossen ist, so ist es wahrscheinlich eine gute Idee, mbrlabel(8) für die Erstellung eines temporären in-core disklabels, welches alle fdisk Partitionen der Festplatte beschreibt, zu nutzen.

  4. Der disklabel-Editor

    Sollten Sie einen anderen Editor als vi bevorzugen, geben Sie setenv EDITOR <YOUR_EDITOR> (z. B. setenv EDITOR pico) ein.

  5. Bearbeitung des Disklabels durch "disklabel -e <DISKNAME>"

    Scrollen Sie die Liste bis zum Ende runter und tragen Sie die neuen Partitionen ein.

    Hierfür benötigen Sie zwei Dinge:

    1. Den nächsten unbenutzten Partitionsbuchstaben (z. B.: 'f').
    2. Den 'start/size' Wert von fdisk (z. B.: '63').

    Fügen Sie einen neue Zeile ein. Für NTFS beispielsweise:

     <PARTITION>:   <SIZE>  <OFFSET>   NTFS 

    Dies könnte so aussehen (fsize, bsize und cpg freilassen):

     f:  3190257       63       NTFS 

    Nun noch eine Zeile für MSDOS:

     <PARTITION>:   <SIZE>  <OFFSET>   MSDOS 

    Dies ergäbe dann:

     g:  4596480  7302960      MSDOS 

    Achtung: NetBSD/i386 unterstützt momentan lediglich maximal acht Partitionen pro Festplatte ('a' - 'h'), und die Zeile 'number of partitions' direkt über der Partitionstabelle sollte grösser oder gleich der Zahl der definierten Partitionen sein.

  6. Speichern und Überprüfen des Disklabels

    Verlassen Sie den Editor, geben Sie "disklabel <DISKNAME>" ein und bestätigen Sie, dass Ihre neue Partition sichtbar ist.

Das Dateisystem mounten

Jede Partion hat einen Eintrag in /dev, der dem Schema '/dev/ Plattenname Partionsbuchstabe' folgt. In obigem Beispiel wäre das dann /dev/wd0f und /dev/wd0g.

  1. Mountpoints für die Partitionen einrichten:

    "mkdir <MOUNTPOINT>", z. B.: "mkdir /msdos" und "mkdir /nt4".

  2. Die Dateisysteme mounten:

    "mount -t <TYPE> <DEVICE> <MOUNTPOINT>", z. B.: "mount -t msdos /dev/wd0g /msdos" und "mount -t ntfs /dev/wd0f /nt4".

  3. Überprüfen ob alles in Ordnung ist:

    "ls <MOUNTPOINT>", z. B.: "ls /msdos" und "ls /nt4".

  4. Die Dateisysteme beim Booten automatisch mounten:

    Falls NetBSD die Dateisysteme automatisch mounten soll, können Sie dies durch einen Eintrag in /etc/fstab erreichen:

        <DEVICE> <MOUNTPOINT>  msdos   rw
        <DEVICE> <MOUNTPOINT>  ntfs    rw
    

    In unserem Beispiel sähe das dann so aus:

        /dev/wd0g /msdos  msdos   rw
        /dev/wd0f /nt4    ntfs    rw 

NetBSD, Windows/DOS oder ein anderes Betriebssystem über ein Menü booten (zurück)

Hier nehmen wir an, dass die Festplatte bereits partioniert ist und die beiden Systeme installiert sind. Um das zu bootende System auszuwählen, verwenden wir den OSBS Bootmanager.

Falls die Festplatte oder Partion grösser als 8GB sein sollte oder NetBSD mehr als 2GB hinter dem Anfang der Ferstplatte installiert werden sollte, wäre das NetBSD NetBSD Bootmenü einen Blick wert.

  1. Zuerst laden Sie den OSBS Bootmanager von /pub/NetBSD/NetBSD-1.5.2/i386/utilities/osbsbeta.exe herunter.

  2. Entpacken Sie den OSBS. Speichern Sie osbsbeta.exe und führen Sie die Datei aus. Die extrahierte Datei ist dann 'OS-BS\OSBS20B8.EXE'.

  3. Führen Sie 'OS-BS\OSBS20B8.EXE' aus

  4. Wählen Sie 'Install' -> 'Boot menu'

  5. Drücken Sie 'INSERT' für jede Partion, die hinzugefügt werden soll.

  6. Danach drücken Sie 'ESCAPE'. Sie können dann auswählen, welches Betriebssystem Sie per default booten wollen, wie lange gewartet werden soll (10 Sekunden ist ein guter Ausgangswert), und ob die Start ID zur Boot-Zeit geändert werden soll (normalerweise nicht).

  7. Speichern Sie das Boot Menü und verlassen Sie das Programm.

  8. Wenn Sie von einer Diskette gebootet haben, nehmen Sie diese aus dem Laufwerk.

Nun sollten Sie mit dem Boot Menu begrüßt werden, wenn die Maschine bootet.

Unter NetBSD >1.4 können Sie allerdings auch das NetBSD Bootmenü benutzen:

  1. Führen Sie 'fdisk -i -c /usr/mdec/mbr_bootsel' aus, um das Boot Menü zu installieren

  2. Führen Sie 'fdisk -B' aus, um das Menü danach zu konfigurieren (Achtung: dieser Schritt muss ausgeführt werden!)

Siehe auch fdisk(8).

NetBSD zum NT4 Bootloader hinzufügen (zurück)

Um NetBSD mit den NT4 Bootmanager zu booten brauchen Sie den 512KB-grossen Bootlock (nbsdX.bb, URL weiter unten), und einen Eintrag in der boot.ini:

[boot loader]
default=c:\nbsd0.bb
[operating systems]
c:\nbsd0.bb="NetBSD (harddisk 0)"
c:\nbsd1.bb="NetBSD (harddisk 1)"
c:\nbsd2.bb="NetBSD (harddisk 2)"

Wenn z. B. NetBSD auf der zweiten Festplatte (wd1) installiert ist, laden Sie nbsd1.bb herunter und fügen Sie es dem NT Boot Menü wie oben veranschaulicht, zu.

Die Bootblocks können auch mit folgendem Befehl im Single User Mode selber erstellt werden:

 dd if=/dev/rXXYa of=nbsdY.bb count=1 bs=512 

wobei XX der Laufwerkstyp (z. B.: wd) und Y die Laufwerksnummer (z. B.: 0) ist.

Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie NetBSD nicht auf der ersten Festplatte haben, Sie den Bootblock selber neu kompilieren und installieren müssen, bevor Sie obigen Befehl eingeben können. Für die Neukompilation benötigt es einiger kleinerer Änderungen in /usr/src/sys/arch/i386/boot.

NetBSD auf einer Platte installieren, die im Moment komplett von DOS/Windows belegt ist (zurück)

Wenn eine bereits existierende Installation von DOS/Windows Ihre gesamte Festplatte einnimmt, so können Sie, sofern auf der Platte noch Platz ist, die DOS/Windows Partition verkleinern und NetBSD in einer zweiten Partition installieren.

Dazu müssen Sie die folgen Schritte ausführen:

Die Partitions-ID von "Old NetBSD" oder "FreeBSD" verändern (zurück)

Seit 1.3.3 benutzt NetBSD als Partitions-ID standardmässig 169 statt 165. Dies geschah um einen Konflikt mit FreeBSD aus dem Weg zu gehen. NetBSD kann immer noch von einer Partition mit der ID 165 booten, wird dabei aber Warnungen ausgeben. Um die Partitions-ID von 165 zu 169 zu ändern, folgen Sie diesen Schritten:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie eine bootbare Diskette/CD haben!

    Dies ist bloss für den Fall, das etwas schief läuft. Um das installierte System von der Diskette zu booten, drücken Sie 'Space' während des Countdown und geben Sie 'boot hd0:' ein.

  2. Stellen Sie sicher, dass Sie Bootblocks haben, die die neue Partitions-ID verstehen

    Falls das System neuer als 1.3.3 ist, sollte sysinst sich bereits darum gekümmert haben. Ansonsten geben Sie folgenden Befehl ein:

    • '/usr/mdec/installboot biosboot.sym /dev/r{DISK}a'.

    Sollte der Kernel nicht 'options INSECURE' eingeschaltet haben, müssen Sie in den Single User Mode booten:

    • 'shutdown now'

    • Drücken Sie ENTER sobald nach einer Shell gefragt wird

    • 'fsck -p'

    • 'mount -vat ffs'

    • 'cd /usr/mdec ; ./installboot biosboot.sym /dev/r{DISK}a'

    Dabei ist {DISK} = wd0 für die erste IDE Festplatte, sd0 für die erste SCSI Festplatte, usw.

  3. Die Partitions-ID ändern

    Geben Sie 'fdisk {DISK}' ein. Eine Partition wird wie folgt angezeigt:

     X: sysid 165 (FreeBSD or 386BSD or old NetBSD)
    	    

    wobei X 0, 1, 2, oder höchstwahrscheinlich 3 ist. Geben Sie nun 'fdisk -u -X {DISK}' ein, und folgenden Sie den Anweisungen:

    1. ENTER bei: Do you want to change our idea of what BIOS thinks? [n]

    2. y ENTER bei: Do you want to change it? [n]

    3. 169 ENTER bei: Supply a decimal value for "sysid" [165]

    4. ENTER bei: Supply a decimal value for "start" [......]

    5. ENTER bei: Supply a decimal value for "size" [.......]

    6. ENTER bei: Explicitly specify beg/end address? [n]

    7. y ENTER bei: Is this entry okay? [n]

    8. y ENTER bei: Should we write new partition table? [n]

  4. Rebooten Sie, um sicherzustellen, dass alles funktioniert.

    Sollten Sie irgendwelche Probleme haben, so können Sie die Bootdiskette nutzen, um alle Werte zurückzusetzen.

  5. Sie sollten beruhigt sein; in Zukunft wird es wohl nicht mehr nötig sein, dass NetBSD diese Partitions-ID ändert.

Beim Booten gibt mir LILO nur noch "LI" aus und bleibt dann stehen (zurück)

Hier ist der LILO schuld. Um das Problem zu beheben, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Booten Sie von der Sysinst Diskette
  2. Dort 'Run /bin/sh' aus dem Utility menu auswählen.
  3. Geben Sie 'fdisk -if' ein
  4. Reboot

dosboot.com führt ein Reset aus, nachdem es den Kernel geladen hat (zurück)

Stellen Sie sicher, dass "himem.sys" nicht versehentlich geladen wurde. Überprüfen Sie ausserdem auch die Datei "config.sys"!

Wo krieg ich unter WinME einen DOS-Prompt her, falls ich nur eine Win9x-CD zur Hand habe? (zurück)

Eine Windows 9x CD ist eine gute Möglichkeit um unter Windows ME einen (echten) DOS-Prompt zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich eine Bootdiskette, was aber leider bei einigen modernen Laptops gar nicht mehr möglich ist. Während des Bootens können Sie, wenn Sie gefragt werden ob Sie mit oder ohne CDROM-Support starten wollen, Shift+F5 drücken und somit verhindern, dass irgendwelche Treiber wie z. B. "himem.sys" (siehe oben) geladen werden. Nun haben Sie Zugriff auf C:\ und können die dortliegenden Tools, wie dosboot.com benutzen, um einen Kernel zu laden.


Spezielle Hardwareprobleme

IRQ 2 und IRQ 9 (zurück)

Auf IBM AT's und dessen Nachfolgern (also auch jeder PC auf den NetBSD laufen könnte) ist der IRQ 2 auf den IRQ 9 gemapped. Karten, die IRQ 2 benutzen, sollten bei der Kernelkonfiguration angewiesen werden IRQ 9 zu benutzen.

Probleme mit 'ne1: device time out' (zurück)

Alte ISA-Karten benutzen eine spezifische Addresse und einen spezifischen IRQ. NetBSD kann die Addresse ermitteln, kennt aber keinen sicheren Weg um an den IRQ zu kommen. Deshalb gibt es in der Autokonfigurationstabelle eine Liste der häufigste Werte. Wenn die Addresse, nicht aber der IRQ stimmt, wird das Device "timeouten", wenn es angesprochen wird. Dies betrifft nur ISA; PCI, EISA und ISA-PnP sind nicht betroffen.

Wenn Sie dieses Problem haben, gibt es drei Möglichkeiten:

USB Problem 'uhci0: couldn't map interrupt' (zurück)

Dies liegt eventuell daran, dass für USB ein Interrupt allokiert wurde. Dies kann im BIOS abgestellt werden, wahrscheinlich unter "PNP & PCI Setup". Falls es aktiviert ist, wird normalerweise der "Serial Controller" mit einen zugewiesenen IRQ aufgeführt bevor NetBSD bootet.

Was bedeutet 'WARNING: CYRIX 486DLC CACHE UNCHANGED'? (zurück)

Diese Ausgabe zeigt an, dass der Kernel einen Cyrix486DLC gefunden hat und da sich der Kernel nicht sicher ist, ob es auf diesen System sicher ist, den Cyrix 'Special Cache' benutzen, ihn einfach nicht benutzt. Dies betrifft eigentlich nur Cyrix 386/486 hybrid Upgrades für 386er Mainboards und sollte auf echten 486er (oder neuer) nicht vorkommen.

Viele 386er Motherboards und CPUs waren noch nicht in der Lage, den Cache richtig zu verwalten, was dazu führte, dass dieser bei jedem 'Bus hold', den irgendein Bus-Gerät auslöste, gelöscht wurde. Dies ist natürlich negativ für die Systemleistung.

Es gibt hierfür zwei Kerneloptionen:

Wird beides weggelassen, so wird die Einstellung verwendet, die das BIOS vorschlägt. Dies ist in der Regel die sicherste Einstellung, die somit auf jeden Fall geht, aber Performanceverluste mit sich bringt. Im Falle eines echten 486DLC/486DRX-Mainboards oder eines DLC/DRX-fähigen BIOS können Sie so automatisch einige Leistungsverbesserungen erhalten.

Hier lohnt es sich ein wenig zu experimentieren und mehrere Kernel zu versuchen. Falls das BIOS die Option nicht unterstützt, sollte das System recht schnell zum Stehen kommen. In diesem Fall sollten Sie einen GENERIC Kernel booten und einen weniger 'aggressiven' Kernel kompilieren. (Stellen Sie aber sicher, dass Sie nicht den alten Kernel überschreiben - diesen benötigen Sie für den Fall, dass Ihr neuer Kernel nicht funktioniert!)

NetBSD/i386 auf dem IBM Thinkpad (zurück)

Für NetBSD-1.3.3 gibt es 3 Zeilen, die man der Kernel Konfiguration für das Thinkpad 560 (und wohl auch ein paar andere) hinzufügen muss:

	options PCIC_ISA_INTR_ALLOC_MASK=0x71ff
	options PCIC_ISA_ALLOC_IOBASE=0x2a0
	options PCIC_ISA_ALLOC_IOSIZE=0x060 

Allen D. Ball <ball@impression-technology.com> berichtete ebenfalls, dass folgendes auf seinen Thinkpad 560E funktionierte:

	options	PCIC_ISA_INTR_ALLOC_MASK=0x0e10
	options PCIC_ISA_ALLOC_IOBASE=0x400
	options PCIC_ISA_ALLOC_IOSIZE=0xbff

Für 1.3 müssen Sie die sb Zeile umändern, damit IRQ 7 anstelle des irq 5 benutzt wird.

 sb0     at isa? port 0x220 irq 7 drq 1 drq2 5 

Sollten Sie APM benutzen, so könnte PR port-i386/6279 für Sie von Interesse sein.

Mein Monitor geht in den MDPMS-Modus nachdem "setting tty flags" erscheint (zurück)

Wenigstens eine Person hat das Problem, dass ihre Video Karte vom Kernel nicht korrekt erkannt wurde. Genauergesagt geht der Monitor nach "setting tty flags" in den Energiesparmodus. Dies liegt daran, dass manche Grafikkarten den gleichen I/O Memory benutzen, wie COM4 unter DOS. Deshalb ist COM3 ( was COM4 unter DOS entspricht ) im NetBSD GENERIC Kernel deaktiviert.

Mein PCMCIA-Modem funktioniert nicht (zurück)

Sollte ein PCMCIA Modem scheinbar nicht funktionieren, so stellen Sie sicher, dass Sie den com(4) Device im Hardware Flow Control Modus benutzt. Viele PCMCIA Modems funktionieren nur im Hardware Flow Control Modus.


Probleme mit dem X Window System

X startet nur mit einen 'unsicheren Kernel' oder im Single-User-Mode (zurück)

Falls die options INSECURE im Kernel nicht aktiviert ist, verbietet NetBSD den direkten Zugriff auf /dev/mem. Sollten Sie eine Grafikkarte benutzen, welche linearen Speicherzugriff benutzt oder davon profitiert, so sollten Sie den Aperture Treiber xsrc/xc/programs/Xserver/hw/xfree86/etc/apNetBSD.shar installieren. Dies erlaubt es dem X Server, den VGA Framebuffer direkt anzupsprechen, selbst wenn der Kernel Sicherheitslevel > 0 ist. Sie sollten in diesem Fall ein neues Verzeichnis erstellen, apNetBSD.shar dorthin kopieren und dort sh apNetBSD.shar ausführen um sich so die Dokumentation durchlesen zu können.

X findet meine PS/2-Maus nicht (zurück)

Bis NetBSD 1.3.3 hatte der NetBSD/i386 GENERIC Kernel keine Unterstützung für PS/2 Mäuse. Um PS/2 Unterstützung einzubauen, müssen Sie selber einen Kernel erstellen. Folgen Sie den Anweisungen und im Schritt 4, wenn Sie <MYCONF> bearbeiten, suchen Sie nach der Zeile:

 #pms0    at pckbd? irq 12 

entfernen Sie die beginnende Raute ('#') und fahren Sie mit dem Build des Kernels fort.

Während des Bootvorgangs sollten Sie nun eine Zeile der From 'pms0 at pc0' oder 'pms0 at vt0' sehen.

Bei der Konfiguration von Xfree86 sollten sie nun 'wsmouse' Mouse Device und das 'wsmouse' Protokoll wählen.


Andere NetBSD/i386 FAQs

Läuft Netscape oder Mozilla unter NetBSD/i386? (zurück)

Netscape läuft unter NetBSD/i386 durch Binär-Emulation.

Mozilla wurde auf NetBSD portiert, da hier der Source Code bekanntlich frei ist. Vorkompilierte Packages gibt es durch die pkgsrc Paketsammlung (unter www/www/mozilla).

Die beiden einfachsten Wege Netscape Navigator (als Stand-Alone Browser) oder Netscape Communicator unter NetBSD/i386 zu benutzten sind die BSDi Binär-Emulation oder Linux Binär-Emulation. Für die BSDi Emulation wird nur die Unterstützung hierfür im Kernel benötigt (welche im GENERIC Kernel enthalten ist). Für Linux Emulation benötigt man zusätzlich einige Linux Libraries (siehe compat_linux(8)). Die Linux versionen sind durch die Paketsammlung pkgsrc erhältlich; wenn Sie www/www/navigator oder www/www/communicator installieren werden die notwendigen Packages automatisch die /emul/linux Umgebung einrichten (oder Sie können "make install" in emulators/emulators/suse_linux ausführen).

Sollten Sie Plug-Ins nutzen wollen, die lediglich in Binärform vorliegen (wie z. B. Macromedia Flash), so benötigen Sie die Linux Version vom Navigator / Communicator.

Quake II für GNU/LINUX unter NetBSD (zurück)

Wir nehmen an, dass Sie bereits ein NetBSD/i386 System installiert haben. Des Weiteren sollten Sie wissen, wie Sie einen Kernel erstellen. Die folgenden Anweisungen gelten für die 1.4 (oder neuere) Familie der NetBSD Releases, Quake II v3.20, und das NetBSD Package Set namens suse_* v6.4 in emulators.

Andere (besonders neuere) Versionen werden wahrscheinlich ebenfalls funktionieren.

Ein paar Worte der Warnung bevor wir anfangen:

Bevor Sie hier weitermachen, sollten Sie auf jeden Fall die Anweisungen, die mit Quake II geliefert wurden, aufmerksam durchlesen.

  1. Sofern sie nicht einen GENERIC NetBSD 1.4.x oder 1.5.x Kernel nutzen, müssen Sie eventuell COMPAT_LINUX in Ihrer Kernel Konfiguration einbauen, den Kernel neu erstellen und rebooten.
  2. Sie benötigen die GNU/LINUX-Kompatibilitäts Package (siehe oben). Achtung: Die linux_* Packages bieten nicht was Sie benötigen -- hier können Sie jedoch die GNU/LINUX Version von BASH gebrauchen. (Die Weise in der die Emulation funktioniert macht es hilfreich, zumindest eine Shell im Emulations Modus zu nutzen. Dies ist jedoch nicht notwendig.)
  3. mount(8)en Sie die CD.
  4. Wechseln Sie in das CD-Root-Verzeichnis
  5. Führen Sie /bin/sh setup aus
  6. Während der Installation fragt das Programm nach ``rpm''; dies ist der Red-Hat Package Manager, der via pkgsrc erhältlich ist. Als ich es damit versuchte, funktionierte das Setup Script jedoch nicht - aber keine Panik! Es nimmt durchaus die Standardwerte an, so dass es dann versucht, cpio(1) zu nutzen. Sofern Sie nicht rpm benutzen, fragt es Sie, wo cpio installiert ist; in der NetBSD 1.4 Familie der Releases ist dies in ``/usr/bin/cpio''.
  7. Nun sollte alles weitere glatt gehen. Ihre CD könnte mehrfach gestartet werden, was jedoch kein Problem sein sollte. Wahrscheinlich liegt dies an der Art und Weise wie die CD-ROM gebrannt wurde.

Tips und Trouble Shooting.

Kann ich mein Geld zurück kriegen, wenn ich MS Windows nicht verwende? (zurück)

Einige PC Systeme werden nur gemeinsam mit Microsoft Windows verkauft. Hier bezahlen Sie nicht nur für die Hardware, sondern auch noch für die Windows Lizenz. Wenn Sie Windows überhaupt nicht nutzen, so haben Sie ein Anrecht auf eine Kostenrückerstattung von Microsoft. Weitere Informationen hierzu gibt es in diesem Wired Artikel, und vom Windows Refund Center der Linux Mall.

Die beste Lösung wäre es allerdings einen Händler zu suchen (und somit zu unterstützen), der Systeme auch ohne Windows verkauft.

Den NetBSD-Kernel über das serielle Terminal debuggen (zurück)

Sehen Sie in das KGDB HOWTO.


Weitere Informationsquellen

In englischer Sprache (zurück)

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